Wer muss beprobt werden

In der Regel sind Mehrfamilienhäuser (mehr als 3 Wohnungen) betroffen, in denen mindestens eine der Wohnungen vermietet ist und eine zentrale Großanlage zur Trinkwassererwärmung eingesetzt wird.

Warmwasserinstallationen werden als Großanlage bezeichnet wenn:
– sie Speicher-Trinkwassererwärmer oder zentrale Durchflusserwärmer mit einem Speicherinhalt von mehr als 400 Liter enthalten

und/oder
– in mindestens einer Rohrleitung zwischen dem Abgang Trinkwassererwärmer und einer Entnahmestelle (i.d.R. entfernteste Entnahmestelle) ein Volumen von mehr als 3 Liter aufweisen.

Der Wasserinhalt einer Rohrleitung lässt sich aus der Leitungslänge zwischen dem Austritt am Warmwasserbereiter und der am entferntesten liegenden Entnahmestelle berechnen.

Pro Meter Wasserleitung ergeben sich folgende Durchschnittswerte:
• 1 Zoll Rohr (Außendurchmesser 33 mm) = 0,49 l/m
• 3/4 Zoll Rohr (Außendurchmesser 27 mm) = 0,31 l/m
• 1/2 Zoll Rohr (Außendurchmesser 19 mm) = 0,13 l/m

Nicht unter diese Definition fallen generell Eigenheime (auch Mehrfamilienhäuser mit Eigentümergemeinschaften, die ausschließlich von den Eigentümern genutzt werden), Ein- und Zweifamilienhäuser sowie weiterhin Häuser mit Anlagen, deren Warmwasservolumen unterhalb der oben genannten 400 Liter liegen bzw. einen Rohrleitungsinhalt von weniger als 3 Liter aufweisen.

Orientierende Untersuchung

Für die orientierende Untersuchung müssen folgende repräsentative Probenahmestellen gemäß § 14 Abs. 3 TrinkwV in Verbindung mit DVGW Arbeitsblatt W551 Punkt 9.1 für die „orientierende Untersuchung“ vorhanden sein:

• am Austritt des Trinkwassererwärmers , „Vorlauf“
• am Wiedereintritt in den Trinkwassererwärmer, „Rücklauf“ (Zirkulationsleitung)
• zusätzlich an der am weitesten entfernte Zapfstelle. Die Anzahl der erforderlichen

Das Proben ist bei der orientierenden Untersuchung so zu wählen, dass jeder Steigstrang erfasst wird. Dies bedeutet, dass bei gleichartigen Steigsträngen nicht jeder beprobt werden muss.

Menü schließen